Therapie-verfahren

Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie (VT), heute auch „kognitive Verhaltenstherapie“ genannt, ist ein Behandlungsverfahren, dessen Wirksamkeit bei vielen psychischen Störungen wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Grundlage dieser psychotherapeutischen Methode ist die Annahme, dass problematisches Verhalten und Gefühle (z.B. Ängste vor bestimmten Situationen) in erster Linie gelernt sind und sich somit wieder verlernen lassen. Deshalb können Patienten in einer Verhaltenstherapie neue Erfahrungen machen, die ihnen helfen, das störende oder unerwünschte Verhalten abzubauen. Zu den verhaltenstherapeutischen Prinzipien gehört zielorientiertes und transparentes Vorgehen. Das bedeutet, dass Patient und Therapeut gemeinsam konkrete und in einem absehbaren Zeitraum erreichbare Ziele festlegen. Auch der darauf aufbauende Behandlungsplan wird mit dem Patienten abgestimmt und soll für ihn nachvollziehbar sein. Zu Beginn einer Verhaltenstherapie wird – wie auch bei anderen Psychotherapieformen – nach Zusammenhängen zwischen der Lebensgeschichte des Patienten und seiner aktuellen Problematik gesucht. Dabei sollte deutlich werden, welche Lebensfaktoren bisher dazu beigetragen haben, das bestehende Problem aufrecht zu erhalten. Je nach Problematik werden in der VT Methoden angewandt, mit denen sich Gedankenmuster, Einstellungen und Gefühle verändern lassen, oder mit denen sich neues Verhalten einüben lässt.

  • Einzeltherapie und Gruppentherapie
  • Therapie für Erwachsene, sowie Kinder und Jugendliche
  • ergänzende Behandlungsmethoden (Lichttherapie, Entspannungsverfahren)

 

Melanie Baumann
Dr. Gabriele Duran-Atzinger
Sandra Gärnter
Monika Genzel 
Almke Janssen
Sabine Prasch
Walburga Maria Schacht
Maria-Theresia Zanier



Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie

Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) fällt unter die Therapieverfahren, mit welchen die unbewusste Psychodynamik aktuell wirksamer neurotischer Konflikte behandelt werden. Es wird dabei eine Konzentration des therapeutischen Prozesses durch die Begrenzung des Behandlungszieles, durch ein vorwiegend konflikt-zentriertes Vorgehen und durch die Einschränkung regressiver Prozesse angestrebt. 

TP erfolgt im Sitzen, findet in der Regel einmal wöchentlich statt und ist von vorneherein meist zeitlich limitiert. TP zielt nicht auf eine Strukturveränderung der Persönlichkeit ab, sondern auf die Bearbeitung eines umschriebenen, relativ bewusstseinsnahen Konflikts mit dem Ziel der Beseitigung der durch den Konflikt unterhaltenen Symptome. Die zeitliche Limitierung und die umschriebene Zielsetzung bestimmen auch die Interventionstechnik. Die therapeutische Arbeit konzentriert sich in erster Linie auf die Bearbeitung von aktuellen Konflikten in der realen Lebenssituation des Patienten ebenso wie in der therapeutischen Beziehung und weniger auf eine biografische Rekonstruktion. Eine tiefere therapeutische Regression soll damit vermieden werden.

Marlies Flecke-Giammarco
Drs. Marianne Offenberg